Der Tag an dem Weihnachten verschwand
Astrid Pfister
Annie feiert Weihnachten längst nicht mehr voller Begeisterung. Sie glaubt schon lange nicht mehr an den Weihnachtsmann und die Begeisterung, die ihre Eltern an dem Fest haben kann sie einfach nicht nachvollziehen.
Dieses Jahr ist es besonders schlimm. Alles geht schief, sie bekommt kurz vor den Feiertagen eine schlechte Note und hat einen schlimmen Streit mit ihrer besten Freundin.
Als dann ihre Mutter sie dann auch bittet den obligatorischen Wunschzettel für den Weihnachtsmann auszufüllen hat sie genug. Sie nimmt den Zettel und schreibt, dass sie nur einen Wunsch hat : Weihnachten soll ausfallen und am besten ganz gestrichen werden.
Der Morgen des Heiligabend kommt und plötzlich stellt Annie fest, dass für alle um sie herum ein ganz normaler Tag ist. Keiner kennt mehr Weihnachten.
Sie glaubt an einen Streich ihrer Eltern, aber schon bald wird ihr klar, dass sie nichts mit der Situation zu tun haben können. Auf unerklärliche Weise ist ihr Wunsch in Erfüllung gegangen.
Als Annie abends in ihrem Zimmer sitzt bekommt sie plötzlich Besuch von einer Elfe namens Tupps.
Diese überreicht ihr ein Glöckchen und gewährt ihr drei Tage Zeit sich ihren Wunsch anders zu überlegen, ansonsten wird Weihnachten für immer aus den Gedanken der Menschen gelöscht.
Annie nimmt das Glöckchen an sich, versichert der Elfe aber es nicht zu brauchen, denn sie ist mit ihrer Entscheidung zufrieden.
Die nächsten zwei Tage ist sie glücklich und genießt den fehlenden Weihnachtstrubel. Aber dann plötzlich wird ihr bewusst, dass es auch Sachen gibt die ihr fehlen werden.
Und am Abend des dritten Tages bereut sie ihre Entscheidung zutiefst, sie klingelt nach dem Elf und teilt ihm mit, dass sie es sich anders überlegt hat, sie will jetzt doch wieder Weihnachten feiern.
Aber so einfach wie sie es gedacht hat, ist es nicht, klärt sie Tupps auf.
Um zu beweisen, dass sie es wirklich Ernst meint, muss sie sich auf eine Reise zum Nordpol machen, um dort den Weihnachtsmann zu treffen.
Dieser ist ganz anders als sie es sich vorgestellt hat und in den folgenden Tagen wird Annie in die Geheimnisse des Weihnachtsmannes eingeweiht.
Es gibt z.B spezielle Plätzchen die der Weihnachtsmann isst, die dazu führen, dass ihm ein langer weißer Bart wächst und sein Bauch kugelrund wird, denn das ganze Jahr über ist er rank und schlank.
Annie wird in die Geschenkeeinpackzentrale geführt, in die Gute Kinder/Böse Kinder Stelle, das W.Z.A, das Wunschzettelarchiv und darf den Elfzubis, den Auszubildenen Elfen über die Schulter schauen.
Außerdem lernt sie die Rentiere des Weihnachtsmannes kennen, die allesamt sprechen können und verrückt nach Fernsehen und Videospielen sind.
Nachdem sie alles gesehen hat, erklärt der Weihnachtsmann Annie wie sie die zukünftigen Weihnachten retten kann.
Sie muss den Weihnachtsmann an einer Heiligabendsimulation helfen die Geschenke zu verteilen.
In dieser zauberhaften Nacht erleben Annie, der Weihnachtsmann und die Elfe Tupps viele außergewöhnliche Dinge. Sie erfährt z.B wie der Weihnachtsmann mit seinem dicken Bauch durch den Kaminschacht passt.
Sie meistert diese Nacht mit Bravour und der Weihnachtsmann erzählt Annie, dass er die Zeit zurückgedreht hat und ihre Simulation in Wirklichkeit der echte Heiligabend war.
Annie ist glücklich, dass sie so viele Kinder froh gemacht hat und hat ihre Lektion gelernt. Nun endlich versteht sie den Sinn von Weihnachten und der Zauber hat sie wieder fest in ihren Bann.
Bevor sie wieder nach Hause fliegt hat sie allerdings noch etwas vor.
Während ihres Aufenthaltes verrät ihr der Weihnachtsmann, dass die vorlaute Elfe Tupps bereits mehrmals durch die Elfenprüfungen gerasselt ist und deswegen noch gar keine Elfe sondern eine Zwölfe ist.
Annie ist glücklich helfen zu können und übt mit Tupps solange bis er seine Prüfung besteht und offiziell ein Weihnachtself ist.
Nun kann Annie unbesorgt nach Hause fliegen und Weihnachten feiern.
Als sie in ihrer Stadt ankommt, sieht sie plötzlich alles mit anderen Augen. Sie ist voller Weihnachstimmung und hat verstanden, wie wichtig es ist, anderen Menschen zu helfen.
Bevor sie nach Hause geht, kauft sie Obdachlosen Kleidung, besorgt einer armen Familie einen Tannenbaum und schmückt mit den übriggebliebenen Weihnachtssachen dass Haus eine alten Dame.
Zu Hause angekommen feiert sie Weihnachten voller Elan und ihre Eltern fragen sich ratlos plötzlich mit ihrer Tochter los ist.
Annie schmiedet derweil die nächsten Pläne, denn die Elfe Tupps hat ihr von einem Fest namens Wish Day erzählt, dass damals von einem kleinen Jungen abgeschafft worden ist.
Wenn die Weihnachtstage vorbei ist, wird sie nach Tupps klingeln und ihn fragen, ob er Lust auf ein neues Abenteuer hat.